Schlüsselqualifikationen
Das Konzept der Schlüsselqualifikationen ist ein bildungspädagogischer Reflex auf die veränderten Anforderungen an die Qualifikationsstruktur der Mitarbeiter. Dabei wird unterstellt, dass die Zerfallszeit von Bildungsinhalten positiv mit ihrer Praxisnähe und negativ mit ihrem Abstraktionsniveau korreliere.
Durch das rasche Innovationstempo gestaltet es sich zunehmend schwieriger, eine Prognose für die beruflich notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu stellen. Die Anpassung an die technische Entwicklung und die Sicherung von Mobilität und Flexibilität soll in der Ausbildung über vier Typen von Schlüsselqualifikationen erreicht werden:
1. Basisqualifikationen als Qualifikation höherer Ordnung mit vertikalem Transfer auf spezielle Wissens- und Anwendungsgebiete (logisches Denken)
2. Horizontalqualifikationen, die eine umfassende, wirkungsvolle Anwendung von Informationssystemen ermöglichen sollen (z. B. Umgang mit Datenbanken)
3. Breitenelemente, die eine den allgemeinen Kulturtechniken vergleichbare Bedeutung haben (Messtechnik, Regeltechnik)
4. Vintagefaktoren, Fähig- und Fertigkeiten, die zur Aufhebung bzw. Abfederung von durch Aus- und Weiterbildung im Laufe von Jahren entstandenen Unterschieden (z. B. algorithmische Verfahren) geeignet sind
Linkempfehlung zum Thema "Schlüsselqualifikation":
Pädagogische Fachbegriffe in der beruflichen Bildung (Schulministerium NRW)
http://www.berufsbildung.schulministerium.nrw.de/cms/berufsbildung/bildungsgang-uebergreifende-themen/paedagogische-fachbegriffe/paedagogische-fachbegriffe.html